Über das Projekt

Eine Ausstellung von Kunstwerken internationaler Künstler steht im Zentrum einer kulturellen Veranstaltung über Synästhesie, die im März/April 2012 in Berlin stattfinden wird. Für dieses Projekt begeben sich die Künstler über einen Zeitraum von 3 Monaten in einen intensiven Dialog mit Synästhetikern. Die ausgestellten Arbeiten werden Einblick in die synästhetische Welt der Wahrnehmung geben aus der einzigartigen und subjektiven Perspektive des jeweiligen Künstlers.

Synästhesie ist nicht nur eine absurde Art, die Umgebung wahrzunehmen. Jeder Synästhetiker ist einzigartig in der Weise, wie er Sinneswahrnehmungen verknüpft. Das ist der Punkt an dem das Projekt ansetzt – die Vielfältigkeit Synästhesie zu erleben.

Um diese Vielfalt abzubilden, werden eine Reihe von Arbeiten ausgestellt. Künstler, bevorzugt Nicht-Synästhetiker, führen für dieses Projekt einen intensiven Dialog mit einem Synästhetiker. Das Ergebis wird eine Arbeit sein, die die einzelne, subjektive Art der Synästhesie visualisiert oder interpretiert. Die Zusammenarbeit wird Fragen aufwerfen, die durch die Arbeiten beantwortet oder aber auch offen in den Raum gestellt werden können.

Dieser experimentelle Ansatz bietet den Zuschauern die Möglichkeit, sich auf die Interpretationen der Künstler einzulassen und eine neue und erweiterte Form der Wahrnehmung kennenzulernen. Eine Welt der Wahrnehmung, die über die gängige Vorstellung hinaus geht. Dabei spielt nicht die autentische Darstellung der synästhetischen Wahrnehmung eine Rolle sondern vielmehr der Dialog der Beteiligten und das, was eine Visualisierung und Interpretation der Welt des einzelnen Synästhetikers im Betrachter hervorruft.

In den letzten Jahren fand dieses Phänomen vermehrt Platz in Zeitungsartikeln oder Radiobeiträgen. Doch immernoch ist es nur einem kleinen Teil der Bevölkerung ein Begriff. Die Ausstellung bringt dieses Thema in die Öffentlichkeit und verknüpft damit die wissenschaftlichen Forschungen im Bereich der Neurologie und Psychologie mit künstlerischen und sehr freien Interpretationen. Neben der Darstellung des Phänomens der Synästhesie in all seinen Facetten wird die menschliche Wahrnehmung im Algemeinen hinterfragt und relativiert.

Das umfassende und abwechlungsreiche Programm, das die Ausstellung begleitet, bietet allen Interessierten einen Zugang zu diesem phaszinierenden menschlichen Phänomen. Darunter Dokumentarfilmabende, Gesprächsrunden und Live-Auftritte von Synästhetikern, die als Medienkünstler tätig sind. Offizieller Partner des Projekts ist das Kollektiv ProjektionsAreal e.V.. Anfangs als lose Gruppierung und Projektgruppe, ab 2006 als gemeinnütziger Verein aktiv, arbeitet ProjektionsAreal seither an diversen Projekten, mit dem Ziel soziokulturelle Gefüge im medialen Kontext zu thematisieren sowie deren wahrnehmungspsychologischen Aspekte zu erforschen.

Die Ausstellung wird vom 31. März bis zum 9. April im Kreativzentrum Panke e.V. in Berlin stattfinden. (Gerichtstraße 23, Wedding, 13347 Berlin)


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